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Aktuelle Ausstellung

Justin Quinn & Werner Linster: Die Distanz zwischen Lesen und Sehen - Zeichnen nach Ideen
Zeichnung, Grafik und Skulptur
25. März bis 8. Mai
Vernissage: 25. März, 19:00 Uhr, (beide Künstler anwesend)

Cain Schulte Gallery Berlin stellt in der Ausstellung ‘Drawing from Ideas - Zwischen Lesen und Sehen’ die Künstler Justin Quinn und Werner Linster vor. Die Ausstellung wird mit einer Vernissage am 25. März um 19.00 Uhr eröffnet und läuft bis zum 8. Mai 2010.

Werner Linster und Justin Quinn benutzen literarische Texte als Inspirationsquellen, und verstehen die Überlappung von Literatur und Kunst als wichtiges Element ihrer Arbeit. Quinn übersetzt Herman Melvilles Roman „Moby Dick“ in Bleistiftzeichnungen und Grafiken, mit dem einzigen Großbuchstaben ‚E’ als Baustein. Linster erfindet eigene Ideogramme, beeinflusst durch alte Schriftsysteme – Pikto- und Ideogramme der chinesischen Shang Dynastie, Gaunerzinken, und auch Texten von Joyce, sowie Manuskripten von Beckett und Wittgenstein.

Quinn überträgt seine persönliche Obsession in exquisite und feinsinnige Kunstwerke, die das einzelne Element erforschen, verstärken und vergrößern. Durch den Vorgang, „Moby Dick“ als Text in ein visuelles, einfaches System zu übersetzten, kann der Betrachter wir auf abstrakte Art und Weise die fantastische bildliche Sprache des Romans in den verschnörkelten, impulsiven und feinfühligen Strängen von ‘E’s wiedererkennen. Kapitel liefern Quinn Ideen für verschiedene labyrinth- und spiralartige Kompositionen, und erinnern uns an Kapitän Ahabs monomanische Suche nach dem weißen Wal.

Der Buchstabe ‘E’ steht für alle Buchstaben im Alphabet, und repräsentiert somit eine universelle Sprache zum Betrachten. Dieses vereinfachte System lässt Quinn die Distanz zwischen Lesen und Sehen ausloten.

Justin Quinn arbeitet seit 1999 an „Moby Dick“. Seine Zeichnungen und Grafiken sind in über 80 Ausstellungen, hauptsächlich in den USA, aber auch in Europa gezeigt worden. Durch seine Präsenz als Künstler, Lehrer der Druckgrafik an der St. Cloud State University in Minnesota und Moderator in öffentlichen Diskussionen über Kunst und Grafik, ist Quinn eine bedeutende Figur in der jungen Druckgrafikkunst in den USA. Justin Quinn lebt in St. Paul, Minnesota.

Linster studiert und kopiert mit fast obsessivem Interesse Piktogramme und entwickelt aus den visuellen Gedankenfunken neue Ideen und Konzepte, die wieder den Bezug zu den gewählten literarischen Werken herstellen. Joyces Finnegans Wake bietet Linster eine unerschöpfliche Quelle für seine‚ ‚one-shot-drawings’. Die vielschichtigen, verdichteten Sprachbilder werden in größt-möglicher Einfachheit in denkbare Skulpturskizzen übersetzt. Der Tisch, bei den Philosophen oft als Bild für Realität benutzt, dient als intime Bühne.

Werner Linster lebt und arbeitet in Berlin. Seine Zeichnungen und Skulpturen wurden in Einzel, und Gruppenausstellungen in Freiburg, Mainz, Berlin, Warschau, Rom und London gezeigt. Er studierte Kunst in Mainz und in London und liebt es sich mit interdisziplinären Projekten als Künstler und Lehrer zu beschäftigen.

 


 
   
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