Archived Exhibition
David Buckingham: AS SEEN ON TV
Metal Wall sculpture
22 Oktober - 14 November, 2009
Buckingham malt nichts, obwohl er – der Nebeneinaderstellung seiner Farben nach – ein feiner Kolorist ist. Doch in seinen Werken enthüllt er direkt und ohne Scheinheiligkeit eine ganze Menge über die dunkle Seite dessen, was der Präsident einmal als „our sacred way of life“ bezeichnete.
De Witt Cheng, in Artwork Juni 2008
CAIN SCHULTE GALLERY BERLIN freut sich über die Eröffnungsausstellung am 22. Oktober 2009 in den neuen Räumen der Berliner Dependance, die ihr Zuhause in einer Schöneberger Altbauwohnung unweit des Winterfeldtplatzes gefunden hat. Zu diesem Anlass wird die Galeristin Kit Schulte die erste einer Reihe von Soloausstellungen ihrer amerikanischen Künstler präsentieren. Sowohl die bereits etablierte Galerie in San Francisco als auch die neu eröffnete in Berlin haben sich das Ziel gesetzt, ausgewählte amerikanische und europäische Künstler in einem interkulturellen Diskurs vorzustellen. Zahlreiche Ausstellungen werden daher zwischen Nordamerika und Deutschland hin und her pendeln. Die Ausstellung “As Seen on TV” mit neuen Wandskulpturen des Los Angeles Künstlers David Buckingham, die im Sommer in San Francisco bereits gezeigt wurden, wird hierzu den Auftakt geben.
In seiner Arbeit bildet Buckingham berühmte Zeilen und populäre Bilder aus Kinofilmen, Cartoons und Fernsehsendungen nach, indem er Metallreste entsorgter Autos und Maschinenteile wieder verwertet, die er auf dem Schrottplatz und in der südkalifornischen Wüste findet. Seine Fundstücke werden nie koloriert, sondern nur zurechtgeschnitten, zusammengefügt und -geschweißt.
Die in Berlin gezeigten Kunstwerke sind Nachbildungen und Symbole aus den Medien, insbesondere aus Fernsehsendungen der 1960er und 1970er Jahre, sowie Sätze aus Filmen, die sich auf jene Zeit beziehen, wie z. B. Platoon und Taxi Driver. Der Künstler bringt sie in einen neuen Kontext als Ikonen der amerikanischen Kultur, nicht ohne Humor und Ironie.
Im Gegensatz zu der Pop-Bildsprache, die dazu neigt, diese Zeit romantisch zu verherrlichen und anscheinend nur auf den nostalgischen Feel-good-Effekt der Memorabilien baut, weist Buckinghams Arbeit eine kritischere Auseinandersetzung auf. Auf der Hut vor jeglicher Gefühlsduselei zielt seine Arbeit auf die Untersuchung der Dichotomie zwischen dem, was damals in USA und in der Welt passierte und wie man in den Medien und im Privatleben damit umging. Zum Beispiel, als der Vietnam Krieg, die Civil Riots und die sexuelle Revolution die USA erschütterten, liefen im Fernsehen Barney Fife, Will Rogers und Batman, zum einen um die Öffentlichkeit von den brisanten Themen abzulenken, zum anderen um den Menschen eine Fluchtmöglichkeit aus der beunruhigenden Wirklichkeit zu bieten.
Die leicht zugänglichen Bezüge von Buckinghams Arbeit laden den Zuschauer zu einer aktiven Anteilnahme an der Wiedererkennung von Bildelementen und Sätzen ein. Dabei führen seine Werke zu einem erhöhten Verständnis der Wirklichkeit und wirken gleichzeitig erheiternd.
David Buckinghams Arbeiten wurden in Einzel- und Gruppenausstellungen verschiedener Galerien in Los Angeles, Chicago und New York präsentiert. Seine Werke befinden sich in zahlreichen Privatsammlungen sowohl in USA als auch in Europa.
Vernissage: Donnerstag, 22. Oktober 2009, 19 Uhr
Cain Schulte Gallery Berlin, Winterfeldtstr. 35, 10781 Berlin, (U-Bahn: Nollendorfplatz, U1, U2, U3, U4), www.cainschulte.de,
info@ cainschulte.de
Öffnungszeiten, ab 4. November: Mittwochs – Freitags: 12:00 – 18:00, und jederzeit nach Vereinbarung.
Termine:
22. Oktober – 14. November: David Buckingham ‘As Seen On TV’, Vernissage: 22. Oktober, 19 Uhr
19. November – 19. Dezember: Chris Leib: ’Becoming Worthwhile’, Vernissage: 19. November, 19 Uhr 15. Januar – 6. Februar 2010: Linda Karshan, 'As Good As It Gets', Vernissage:
15. Januar, 19 Uhr
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